In vielen Kindergärten gibt es heutzutage Kaninchengehege und das ist generell auch eine sehr gute Idee, um den Kindern zu vermitteln, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und ein Tier als Lebewesen wahrzunehmen und dementsprechend für es zu sorgen. Allerdings sollte man, auch im Sinne des Tieres, auf bestimmte Dinge achten.
Das Tier ist kein Spielzeug
Zuerst einmal gelten selbstverständlich die selben Grundregeln, die für alle Halter gelten. Die Tiere sollten nicht in zu dunklen Ecken gehalten werden und gelegentlicher Auslauf oder bestenfalls ein Außengehege sind natürlich wünschenswert. Über die richtige Ernährung und den Umgang mit den Tieren haben wir ja bereits auf dieser Seite gesprochen und dass der Hasenstall regelmäßig sauber gemacht werden sollte, versteht sich ja wohl von selbst.
Was nun die Kaninchenhaltung in Kindergärten angeht, gibt es ein paar spezielle Grundregeln, die man stets beachten sollte. Den Kindern sollte von Anfang an klar gemacht werden, dass die Tiere keine Spielzeuge sind. Der kindliche Drang, das Kaninchen immerzu zu streicheln und mit ihm zu knuddeln, kann für das Tier gehörigen Stress bedeuten. Gelegentliches Streicheln ist natürlich legitim und das Kaninchen darf -sofern es das überhaupt zulässt- auch mal auf den Arm genommen werden. Doch gerade wenn ein Kaninchen in einer Gruppe von Kindern herumgereicht wird, fühlt es sich alles andere als wohl.
Hat man einen begehbaren Hasenstall, sollte man bestimmte Regeln aufstellen, die man zum Beispiel aufschreiben und an die Tür hängen könnte. Es empfiehlt sich, dass immer nur ein oder maximal zwei Kinder den Stall, zum Beispiel zur Fütterung, betreten. Auch sollte man es den Kindern untersagen, die Tiere selbst mit ausgerupftem Gras oder sonstigem „Futter“ durch den Käfig hindurch zu füttern. Zu schlecht lässt sich kontrollieren, was den Kaninchen da vorgesetzt wird und schlimmstenfalls könnte eines der Tiere eingehen. Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären.
Der Umgang mit dem Tod
Wenn ein Haustier verstirbt, dann ist es für Kinder meist das erste Mal, dass sie mit dem Tod in Berührung kommen. Ein identisches Kaninchen zu kaufen, kann zwar in Einzelfällen eine Lösung sein, aber ein offener und ehrlicher Umgang ist für die Entwicklung der Kinder von großer Bedeutung. Wenn der unangenehme Fall eintritt und eines der Kaninchen verstirbt, sollte man darauf achten, wie die Kinder den Tod des Kaninchens aufnehmen. Kinder trauern anders als Erwachsene – manchmal inbrünstiger und meistens nicht sehr lange. Vielleicht gibt es ja ein Bild des Kaninchens, das die Kinder aufhängen möchten oder man spricht mit den Kindern über das Ereignis und lässt sie selbst zu Wort kommen. In jedem Fall sollte man das Thema sensibel behandeln.
